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Blowjobs sind toll – ein Text von Suezanne

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„Wieso jemand so richtig, richtig Bock auf Blasen hat, leuchtet mir bis heute ehrlich gesagt auch oft nur so semi ein. Die blasefreudigen Frauen in meiner Umgebung schwärmen von einem Machtgefühl, das ich mir, glaube ich, auch beim Minigolf oder noch besser, mit einem Strap-On besorgen kann.

Und in den allermeisten Fällen schmeckt auch ein Penis eben eher nach Penis als nach Schnitzel und ich persönlich mag nun mal lieber…Schnitzel.
Gerade bei öfter mal wechselnden Geschlechtspartnern gewinnen ebenfalls Minigolf und Schnitzel, denn Blasen mit Gummi fühlt sich halt einfach mal an wie Luftballon lutschen. Und blasen ohne Gummi ist grundsätzlich wirklich eine Schnapsidee, bei der man sich viele seltsame Krankheiten holen kann. Ja, auch beim nur-mal-kurz-anlutschen. Glaub mir, just…don´t.“

Mein Blowjob-Guide für Néné Magazine hat die Woche so einiges an Reaktionen provoziert – lustigerweise ganz andere als die, mit denen ich gerechnet hätte. Männer schreiben mir: „Ja, genau, endlich sagts mal wer!“ und Frauen? „Aber ich LIEBE Blasen!“ Eine von ihnen ist Suezanne. Und sie hat mir auch gleich eine Gegendarstellung mitgeschickt. Bittesehr!

 

 

Blowjobs sind toll

ein Text von Suezanne

Beim Lesen von Theresas Blowjob-Guide fühlte ich mich direkt angesprochen. Ja, ich bin eine der Frauen, die es definitiv genießt zu blasen.

Warum? Wenn ich den Schwanz eines Mannes in meinem Mund habe, den ich begehre, dann habe ich ihn an seiner empfänglichsten Stelle – in mir drin. Es ist doch so – der Großteil der sexuellen Empfindungen spielt sich bei den meisten Männern auf diesen paar Quadratzentimetern ab, oder wird zumindest dort aufgenommen. Und ich kann mit meiner Zunge, meinen Lippen und Händen alles machen, von dem ich glaube, dass es sich für ihn gut anfühlt. Ich kann ihm mit Intensität und Tempo zeigen, wie sehr ich ihn will, wie geil ich bin, ihn schnell kommen lassen, langsam (oder gar nicht ;-)). Ich kann mich ganz darauf konzentrieren, zu spüren, was meine Berührungen bewirken, weil mich nichts ablenkt. Das heißt nicht, dass es mich kalt lässt – wenn es der Richtige ist, den ich da stimuliere, dann gibt es eine Verbindung, direkt zu meinem Schoß.

Was mich daran anmacht? Ist es wirklich die Macht, die ich in diesem Moment ausübe? Ich empfinde eher Lust dabei, mich jemandem so exklusiv zu widmen, das Vertrauen zu spüren, das der Empfangende mir schenkt, wenn er sich so fallen lässt und sich traut, sich ganz seinen Empfindungen hinzugeben, ohne gleich etwas zurückgeben zu müssen. Ja, ich glaube, es gehört Mut dazu, sich so hinzugeben, weil man sich so offen zeigt wie sonst nie – während eines Handjobs kann man ja immer noch rumknutschen und fummeln und damit die Aufmerksamkeit ein wenig verstreuen.

Darum finde ich auch Oralsex auf eine Art intimer als zu ficken. Und darum bringt das auch gar nichts, wenn man keine Lust darauf hat, da pflichte ich Theresa zu 100 Prozent bei. Und die hängt vielleicht auch vom Objekt der Begierde ab.

Vielleicht habe ich einfach Glück, dass ich das mit Männern erlebt habe, bei denen es so eine magische Verbindung gab – oder ich bin einfach sehr empathisch. Ich bin sogar schon einmal zum Orgasmus gekommen, allein durch das Spüren seiner Lust. Und nein, ich habe keine Klitoris in meiner Kehle 😉

Aber ich habe auch schon das Gegenteil erlebt – dass es nicht mehr war als die mechanische Berührung, ohne dass sich bei mir irgendetwas gerührt hat. Da hätte ich auch ein Eis lutschen können, das schmeckt wenigstens lecker.

 

Headerphoto: Aaron Tsuru (c) Tsurufoto.com

Der Beitrag Blowjobs sind toll – ein Text von Suezanne erschien zuerst auf Lvstprinzip.


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